Im WP-Fach Technik haben wir uns mit dem Thema Kunststoff beschäftigt. Dabei haben wir festgestellt, dass es drei Hauptarten von Plastik gibt: Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere. Diese besitzen unterschiedliche Eigenschaften. So sind Thermoplaste durch Wärme formbar, Duroplaste hingegen können nur einmal geformt werden, behalten dann aber ihre Form und Elastomere sind elastisch und dehnbar.

Dabei kommt Plastik häufiger vor, als wir dachten: Plastik finden wir als Gehäuse von unseren Geräten, in unserer Kleidung (Shirts, Schuhe, Hosen und Jacken usw. – alles mit Poly), Taschen, Trinkflaschen, Kleber, Stifte, Schnellhefter, Brotdosen, Masken usw.

Kunststoffe kann man ähnlich wie Holz bearbeiten: sägen, bohren, kleben, feilen und sogar mit Wärme biegen. Allerdings muss man beim Bearbeiten immer auf Dinge achten. Besonders darauf, dass z.B. Reibungswärme, den Kunststoff zum Schmelzen bringen kann. Daher muss man langsam sägen, bohren oder feilen. Kleben kann man nur mit speziellem Kleber – normaler Klebestift hält nicht.

Wir besprachen Vor- und Nachteile und diskutierten den Einsatz von Kunststoffen: Sie sind billig produzierbar, haltbar, stabiler und leichter als Glas (z.B. Kunststoffgläser statt Glas). Sie bieten die Möglichkeit von keimfreien Verpackungen. Kunststoffe lassen sich besser recyceln als Aluminium. ABER: Es ist eine Umweltverschmutzung. Reifenabrieb auf der Straße, unachtsam weggeworfenes Plastik in Wäldern und an Wegen. Überall findet man inzwischen Plastik in Form von Mikroplastik. Denn Plastik verrottet nicht, sondern verfällt in immer kleinere Stücke – in sogenannte Mikroplastikteilchen. Mikroplastik sind Teile, die kleiner als 5mm sind. Mikroplastik befindet sich fast überall: im Meer, in Wasser, sogar im Schnee, in der Luft in Tieren und Pflanzen – sogar in der Lunge wurde schon Mikroplastik nachgewiesen. Tiere und Pflanzen nehmen Plastik auf und zeigen dadurch Erkrankungen. „Pflanzen wachsen dann nicht mehr so gut und sehen auch nicht mehr so schön grün aus, wenn sie Mikroplastik ausgesetzt sind. Allerdings weiß die Forschung noch nicht so genau, wie sich Mikroplastik auf unseren Körper auswirkt, wenn wir diese Pflanzen und Tiere zu uns nehmen.“ (Joschua)

„Forscher arbeiten auch schon an Alternativen – zu sogenanntem biologisch abbaubarem Plastik. Allerdings verrottet dieser bisher langsamer als normaler Kompost. Deswegen sortieren Kompostieranlagen diesen aus.“ (Promise) Auch ist nicht erkennbar, dass es sich um biologisch abbaubare Tüten handelt.

Ali: „Daher haben wir Alternativen überlegt, die wir als Schülerinnen und Schüler machen können: Glasflaschen oder wieder verwendbare Trinkflaschen oder Mehrwegflaschen verwenden anstatt Einwegflaschen zu kaufen. Brotdosen oder Papiertüten statt Plastiktüten für Butterbrote verwenden, Textmarker aus Buntstiften benutzen, Schnellhefter weiter verwenden, statt jedes Jahr neue zu kaufen – es gibt sogar welche aus Pappe.“ „Und vor allem können wir auf dem Schulhof den Müll ordentlich entsorgen und aufsammeln anstatt ihn unachtsam fallen zu lassen.“ (Yunus)

Was man alles über Kunststoff lernt