Die beiden Klassen 9b und 9d haben im ersten Halbjahr das Thema Streetart mit dem Thema des perspektivischen Zeichnens kombiniert. Hier kam es vor allem auf die Ein- und Zwei- Punkt Perspektive an. Die Perspektive und das damit verbundene räumliche Denken tritt zum ersten Mal in der Renaissance auf und lässt den Betrachter durch seine Dreidimensionalität in das Bild eintauchen. Es wirkt so realer.

Dazu kam die Kunst des Graffitis. Jedes Haus zeigt anhand des Wandgemäldes die Fantasie des Künstlers (des Schülers). Wandmalereien finden ihren Ursprung in der Steinzeit anhand von Höhlenmalereien.

Beim 51. Internationalen Jugendwettbewerb der Volksbanken/Raiffeisenbanken konnten sich die Schülerinnen und Schüler künstlerisch sehr vielseitig mit dem Thema Architektur auseinander setzen. Denn Architektur erzählt Geschichte, die Geschichte des unser Einen. Sie spiegelt die damalige, aktuelle und noch kommende Denkweise des Menschen wieder.

Der Jahrgang 9 hat sich vor allem mit der Frage beschäftig, wir wir zukünftig leben wollen. Es wurde über Upcycling gesprochen und sich an Vorreitern wie dem niederländischen Umweltkämpfer und Erfinder Boyan Slat (*1994), welcher das Projekt The Ocean Cleanup ins Leben rief, mit dem Ziel, den Plastikmüll in den Ozeanen einzusammeln, orientiert.

Auch Cradle to Cradle (engl. „von Wiege zu Wiege“, sinngemäß „vom Ursprung zum Ursprung“; abgekürzt auch C2C) wurde hinzugezogen, um den Ansatz für eine durchgängige und konsequente Kreislaufwirtschaft zu verstehen und diese mit der Architektur zu verbinden. Natürliche Rohstoffe waren den Schülerinnen und Schülern dabei besonders wichtig. Denn was wir der Natur nehmen, sollte diese sich wieder problemlos zu eigen machen können.

Der 1.Platz wurde hierbei in der Kategorie ,,Bildgestaltung‘‘ gewonnen. Die Arbeit wird nun an die Jury auf Landesebene geschickt. Wir sind sehr stolz auf unsere Schülerin Laura T. und drücken ihr ganz feste für die nächste Runde die Daumen.

UNSER UNIVERSUM DER BEGINN DES LEBENS UNSERE WELT EINE MÜLLTONNE DIE NACHHALTIGE ZUKUNFT

„Das erste Bild zeigt unser Universum, den Beginn des menschlichen Lebens. Ohne das Universum würde es uns nicht geben. Die Planeten und wir Menschen sind zufällig entstanden. Ich habe viele Sterne gemalt, ein paar Meteoriten und ein paar Planeten. Den Hintergrund habe ich mit Wasserfarben und einem Schwamm gemalt.“

UNSERE WELT EINE MÜLLTONNE

„Wir Menschen sind in den letzten Jahren mit unserer Welt nicht gut umgegangen: wir verbrauchen zu viel Plastikmüll, das in die Meere gelangt und dafür sorgt, dass unter anderem Schildkröten und andere Meeresbewohner von dem Plastik sterben. Unsere Welt wird immer wärmer, sodass am Nordpol die Eisberge beginnen zu schmelzen und die Eisbären ihren Lebensraum verlieren werden. Außerdem werden große Teile der Küstenregionen überflutet und so verlieren auch viele Menschen ihren Lebensraum. Mit Wasserfarben habe ich die Welt, die Schildkröte, den Eisbären, das Thermometer und den Hintergrund mit einem Schwamm gemalt. Um die Welt habe ich aus Zeitungen viele Lebensmittel, die viel Verpackungsmüll produzieren, und Fleisch ausgeschnitten und aufgeklebt. Fleisch wird wahrscheinlich mit Zunahme der Weltbevölkerung immer knapper und somit auch ein großes Problem.“

DIE NACHHALTIGE ZUKUNFT

Im dritten Bild habe ich die Zukunft gemalt und was man für Nachhaltigkeit und die Rettung der Welt machen kann. Ich habe um die Erde einem Blumenkranz mit Wasserfarben gemalt, um zu zeigen, dass auf der Erde wieder mehr grün wachsen soll. Außerdem habe ich ein Windrad und eine Solarzelle wie die aus meinem Modell gemalt. In Zukunft soll es keine atomare Energie geben, sondern nur noch Wind- und Solarenergie. Der Regebogen soll als Zeichen der Freude und des Friedens sein, denn auch der Krieg zerstört die Welt. Wir sollen mehr Fahrrad fahren und auch mehr Bäume anbauen, anstatt sie abzuholzen. Außerdem sollen – wir wie in meinem Modell – nachhaltiger leben und grünen Strom durch Solar- und Windkraftwerke produzieren. Wenn das in Zukunft so gemacht wird, werden wir die Welt retten und nachhaltiger leben.“

 

A. Schnittler

Perspektivisches Zeichnen in Jahrgang 9