Die Einführungsphase der Gymnasialen Oberstufe (EF) im Fach Kunst beginnt mit dem Thema Grafik. Grafik meint in der Kunst vor allem Zeichnen. Über Zeichenübungen und grundsätzliche Materialien und Kunstrichtungen der Grafik gelangen wir zum Thema der Stillleben Malerei sowie Malerei generell, darunter legen wir ein besonderes Augenmerk auf den Expressionismus bevor wir uns Ende des Schuljahres auch mit der Kunst der Plastik oder Architektur beschäftigen. Unter allen Themen soll dabei die Hauptfrage ,,Was ist eigentlich Kunst?‘‘ geklärt werden.

Die Zeichenübungen zu Beginn werden im weiteren Verlauf der Oberstufe für Skizzen (auch in Klausuren) und Kunstanalysen wichtig sein. Sie sind auch für die Hand- Hirnkoordination wichtig und erhöhen die Konzentration und das Sehvermögen. In der Kunst ist nämlich wichtig: Was sehe ich WIRKLICH? Denn oft tendieren wir dazu, unser Sehen mit Gedanken auszuschmücken (Wasser malen wir z.B. meistens blau, dabei spiegeln sich im Wasser ALLE FARBEN der umstehen Dinge).

Wir lernen verschiedene Kunstepochen und deren Besonderheiten und Merkmale kennen, dazu immer beispielhaft einen oder mehrere Künstler, deren Bioraphien und Techniken.

Kunst in der Sekundarstufe II ist demnach viel Theorie. Wir lernen immer zunächst beispielhafte Theorie kennen, bevor wir diese verstehen und anschließend selbst praktisch erproben können.

Im Fach Kunst gibt es neben theoretischen auch praktische Klausuren, was es von anderen Fächern unterscheidet.

In den praktischen Klausuren malen, zeichnen oder gestalten wir zu den im Unterricht behandelten Themen und müssen die eigene praktische Leistung im Anschluss schriftlich erläutern. Das heißt, ich muss meine eigene Arbeit erklären und anhand der im Unterricht gelernten Merkmale, Aspekte und meiner eigenen Meinung rechtfertigen.

In den theoretischen Klausuren ähnelt das Fach Kunst sehr dem Fach Deutsch. Hier gibt es beispielsweise ein kunsthistorisches Werk, welches anhand erlernter Schritte dann beschrieben, analysiert und interpretiert werden muss. Dabei helfen einem biographische Details zum Künstler und der jeweiligen Epoche, die man zuvor gelernt haben sollte.

In der Kunst sollte man vor allem offen sein. Offen dafür, sich selber, seine Gefühle und Gedanken in die Betrachtung von Bildern und in die Erstellung von Kunst mit einzubringen. Offen für Neues und manchmal gewiss ,Komisches‘. In der Kunst geht es oft um subjektive Empfindungen. Wenn du verschlossen bist, und von dir nichts preisgeben möchtest, wird Kunst sowohl in Theorie als auch in der Praxis schwer. Künstlerisches Talent ist gut, aber NICHT zwingend notwendig!

Hier zählt: Kreativität und Spontanität! Wer im Fach Deutsch große Schwierigkeiten hat, sollte aufpassen: Bildbeschreibungen, -interpretationen und -analysen verlangen eine gewisse Affinität für Wörtern und Textverständnis.

 

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