Im Rahmen der Unterrichtsreihe ,,Wer hat hier eigentlich was zu sagen?‘‘ besuchte am 24.11. der Würselener Bürgermeister Arno Nelles die Klasse 7c im Fach Gesellschaftslehre.

Nachdem unsere Klasse ihn herzlich begrüßt hat bedankte er sich sehr für die Einladung, er hätte sich sehr auf den Termin gefreut. Da wir sehr viele Fragen bezüglich der neuen Schule, den neuen 5. Klassen und anderen Dingen hatten, haben wir direkt angefangen. Er hat uns alle Fragen ehrlich beantwortet, das fanden wir sehr schön.

Es gab Fragen zu den Themen:

  • Schule und Umfeld
  • Freizeitmöglichkeiten
  • Politische Beteiligung
  • Ausbildungs- und Berufschancen
  • Persönliches

Herr Nelles hat uns gesagt, dass ein Jahrgang in die Realschule einziehen wird. Als die Frage aufkam was mit unserer Schule passiert wenn wir ausgezogen sind, sagte er, dass sie erstmal zum Gymnasium gehört und dann wahrscheinlich ein Stadtarchiv daraus wird. Außerdem will er mit den Mitarbeitern der Stadt über den teils sehr schlechten Zustand des Gummiplatzes reden.

Er hat uns auch zugestimmt dass wir in Würselen zu wenige Freizeitmöglichkeiten für unser Alter haben, da wir nur die KOT und den Scherberger Schulhof haben. Außer man ist Mitglied in einem der vielen Vereine, die auch tolle Jugendarbeit leisten würden. Da, wo man hingehen kann, z. B. zum Scherberger Schulhof, liegen häufig Scherben oder die Geräte sind nicht mehr gut gepflegt. So können sich viele Kinder und Hunde verletzen.

Herr Nelles berichtete, dass es kein Kinder- und Jugendparlament in Würselen gibt. Vor Jahren gab es mal eines, jedoch hätten sich zu wenige dafür interessiert und dann sei es aufgelöst worden. Deswegen nimmt er solche Einladungen wie unsere besonders gerne an oder lädt Kinder und Jugendliche zu sich in das Rathaus ein. So weiß er um die Wünsche und Vorstellungen unserer Altersgruppe und kann die bei seiner Arbeit berücksichtigen.

 

Mit sehr viel Überzeugung sagte er uns am Beispiel vom ehemaligen amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy, dass wir nicht immer nur an uns denken sollen, sondern auch an andere. Herr Nelles zum Beispiel war nur einer von zwei Jungen aus seinem Dorf (in dem ca. 800 Leute lebten), die auf ein Gymnasium gehen durften, obwohl seine Eltern ziemlich arm waren. Das war zu seiner Zeit etwas sehr Besonderes. Den Besuch des Gymnasiums hatte er der damaligen Politik von Willy Brandt zu verdanken. Willy Brandt hatte mit seiner Politik und Regierung mehr Chancengleichheit auch im Bildungsbereich durchgesetzt.

Der Bürgermeister hat sich sehr viel Zeit für uns genommen und uns am Ende auch noch zu einem Besuch ins Rathaus eingeladen, da er meinte dass es nicht sein Haus, sondern das Haus der Bürger/innen, also auch von uns bzw. unseren Eltern sei. Zum Schluss wollten einige auch noch ein Autogramm, was ihn sehr gefreut hat.

Tajana Rösen, 7c

Besuch des Bürgermeisters im Gesellschaftslehre-Unterricht der Klasse 7c